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Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Das war die Analytica 2026

Rund 35 000 Besucher aus 115 Ländern kamen zur Analytica 2026. (Messe München)

1135 Aussteller aus 40 Ländern präsentierten rund 35 000 Besuchern aus 115 Ländern ihre Premieren und Produktneuheiten aus der Labortechnik, Analytik und Biotechnologie. Im Fokus stand das digitale, automatisierte und nachhaltige Labor.

«Mit einem spürbaren Zuwachs bei Besuchern und Ausstellern sowie einem hohen internationalen Anteil der Teilnehmer hat die Analytica erneut ihre Stellung als Weltleitmesse bewiesen», sagt Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München. «Sie hat einmal mehr die Dynamik und Innovationskraft einer Branche sichtbar gemacht, die essenzielle Grundlagen für Wachstumsfelder wie Lebensmittel- und Qualitätskontrolle, Life Sciences und Umwelttechnik liefert.»

​«Die Analytica hat im Ausstellungsbereich, in der Konferenz und im Rahmenprogramm die wichtigsten Branchenthemen aufgegriffen. Damit ist sie eine einzigartige Plattform, um Trends greifbar zu machen, Fachwissen zu vermitteln und Orientierung für die Zukunft des Labors zu bieten», ergänzt Exhibition Director Susanne Grödl. «Die positive Resonanz von Ausstellern und Besuchern zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen und wichtige Impulse für die Branche gesetzt haben.»

​Aussteller ziehen positive Bilanz

​Die Aussteller äusserten sich sehr zufrieden mit der Messe und waren an den Ständen oft durchgehend in Gespräche eingebunden. Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda Dr. R. Wobser und neuer Fachbeiratsvorsitzender der Analytica, resümiert: «Die Messe hat 2026 hat ihre Position als wichtigster internationaler Branchentreff erneut eindrucksvoll bestätigt.» Für Sylveer Bergs, Geschäftsführer Thermo Fisher Dreieich, ist die Analytica eine Plattform, die alle Akteure der Branche zusammenbringt: «Sie präsentiert High-End-Analytik, integrierte Life-Sciences-Workflows, digitale und automatisierte Labore sowie nachhaltige Anwendungen, und spiegelt damit den Wandel hin zu vernetzten, datengesteuerten End-to-End-Lösungen wider.»

Mathis Kuchejda, Geschäftsführer von Schmidt + Haensch und Vorsitzender der Analysen, Bio- und Labortechnik beim Branchenverband Spectaris, ergänzt: «Trotz eines zuletzt herausfordernden Marktumfelds ist die Stimmung in der Branche von Optimismus geprägt – getragen von der hohen Innovationskraft und den langfristig positiven Perspektiven.» Experten rechnen für den globalen Labormarkt in den nächsten Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Automatisierung, Robotik und steigende Investitionen, beispielsweise in Life Sciences, Pharmaforschung und Umweltanalytik.

​Sonderschauen zum modernen Labor

​Das umfangreiche Rahmenprogramm griff die drängenden Themen der Branche auf und machte sie in Vorträgen, Diskussionsrunden und Sonderschauen zugänglich. Ein Publikumsmagnet waren die täglichen Live-Vorführungen wie die «Special Show Digital Transformation». Organisator Felix Lenk, Geschäftsführer von SmartLab Solutions, zieht eine äusserst positive Bilanz: «Die Begeisterung der Messebesucher war nicht nur während der Live-Demos zu spüren, sondern zeigte sich auch in den vielen hundert Einzelgesprächen zu den Themen künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Automatisierung und Robotik.»

KI im Labor war eines der Top-Themen auf der Messe – wie hier in der Keynote von Marcelina Dutkiewicz. (Bild: Messe München)

Gleich nebenan im Live Lab waren die Zuschauerränge ebenfalls mehrmals täglich voll besetzt, wenn Experten typische Arbeitsabläufe aus dem modernen Laboralltag präsentierten. Ebenso beliebt waren die Experimentalvorträge im Forum «Lab Safety», die die Risiken der Laborarbeit anschaulich mit Knall und Rauch demonstrierten. Grosser Andrang herrschte beim «Jobday» am letzten Messetag. Studienabgänger und Young Professionals konnten sich dort über berufliche Perspektiven in der Branche informieren und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.

​Wissenschaftlicher Austausch

​Intensive fachliche Dialoge wurden auf der begleitenden wissenschaftlichen Konferenz geführt, die über 2000 Teilnehmer verzeichnete. «Analytik ist die Basis allen Wissens. Das wurde auf der «Analytica Conference» einmal mehr deutlich, die im Rahmen der Messe alle 2 Jahre Industrie und Academia vernetzt», sagt Prof. Gertrud Morlock von der Justus-Liebig-Universität Giessen, die einen Vortrag über ein nachhaltiges Miniatur-Laborsystem hielt. «Die Konferenz ist inzwischen eine der weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Konferenzen – das wurde uns in Gesprächen wiederholt zugetragen», freut sich Susanne Grödl. Viele Sessions griffen Trends wie das digitale und grüne Labor auf und waren teilweise wegen der grossen Nachfrage voll ausgelastet. Weitere Vorträge befassten sich mit Themen wie dem Nachweis von Designerdrogen in der Forensik, innovativen Massenspektrometrie-Verfahren zur botanischen Herkunftsanalyse von Honig oder speziellen Analyseverfahren für alte Handschriften.

​Die Ausgabe 2026 in Zahlen

​1135 Aussteller (zum Vergleich: 2024 waren es 1066 Aussteller) reisten aus 40 Ländern und Regionen an, 56 Prozent davon aus dem Ausland. Die Top-Ten-Ausstellerländer waren (in dieser Reihenfolge): Deutschland, China, USA, Italien, Grossbritannien und Nordirland, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Indien und Spanien. Es kamen rund 35 000 Besucher (zum Vergleich: 2024 waren es 33 386 Besucher) aus 115 Ländern und Regionen, der Auslandsanteil lag bei etwa 40 Prozent. Die Top-Ten-Besucherländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich, Schweiz, Italien, Grossbritannien und Nordirland, Frankreich, Niederlande, Türkei, Polen, Tschechien und USA.

​Die nächste Analytica findet, einschliesslich der «Analytica Conference», vom 25. bis 28. April 2028 statt.

https://analytica.de

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