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Proteinaufreinigung mit 2 Volt statt Säure

Angriff eines Antikörpers auf eine Viruszelle: Auf dem Weg dorthin spielt die Chromatographie eine entscheidende Rolle – zukünftig womöglich häufiger unter Verwendung der schonenden und schnellen «Digital Membrane Chromatography» (DCM). (Bild: Adpic)

Die «Digital Membrane Chromatography» (DCM) ermöglicht eine ebenso schonende wie schnelle Aufreinigung und eine direkte Weiterverwendung von Proteinen für antikörperbasierte Therapien und Gentherapien – direkt in der passenden Lösung.

Die Chromatographie ist ein zentrales Verfahren bei der Analyse und Herstellung moderner Wirkstoffe für antikörperbasierte Therapien und Gentherapien. Dabei werden die Wirkstoffe an speziellen Oberflächen (mit Ionenaustausch- oder Affinitätsliganden) gebunden, während unerwünschte Stoffe aus der Produktion ausgespült werden. Um die wertvollen Proteine anschliessend wieder freizusetzen, ist bislang der Einsatz von Säuren und aufwendigen Zusatzschritten notwendig – mit dem Risiko, dass ein Teil der empfindlichen Moleküle geschädigt wird.

Hier setzt die DCM an und transformiert den Prozess: Statt Säure kommt eine niedrige elektrische Spannung von bis zu 2 Volt zum Einsatz, um Proteine wie monoklonale oder bispezifische Antikörper sowie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate sanft von den Oberflächen zu lösen.

Dr. Stephan Brinke-Seiferth, CEO der i3 Membrane GmbH, bezeichnet DMC als «Gamechanger für alle, die mit Proteinen arbeiten». Das Verfahren spare Zeit, schone die wertvollen Moleküle und eröffne neue Horizonte in der Proteinanalytik und Bioprozessentwicklung.

i3 Membrane GmbH
D-01454 Radeberg
info@i3membrane.de
www.i3membrane.ch

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