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Merck erwirtschaftete 2022 zweistelliges Wachstum

Innovation Center an der Konzernzentrale in Darmstadt. (Bild: Merck)

Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent (organisch: 6,4 Prozent) auf 22,232 Mio. Euro. Trotz zunehmenden Herausforderungen prognostiziert Merck für das Geschäftsjahr 2023 ein weiteres Umsatzwachstum.

Das Umsatzwachstum wurde getragen von allen Regionen und Unternehmensbereichen, insbesondere von Life Science. Dabei machten die Bereiche «Process Solutions» und «Life Science Services», neue Healthcare-Produkte sowie «Semiconductor Solutions» knapp 90 Prozent des organischen Umsatzwachstums aus. Das Ebitda pre erhöhte sich um 12,2 Prozent (organisch: 6,1 Prozent) auf 6,849 Mio. Euro. Die Ebitda pre-Marge lag bei 30,8 Prozent. Das Ergebnis je Aktie pre erreichte 10,05 Euro, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 15,3 Prozent ausmacht.

Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, erklärt. «Die gute Entwicklung des Kerngeschäfts von Life Science hat den erwarteten Rückgang der Covid-19-bedingten Nachfrage mehr als kompensiert. Die neuen Healthcare-Produkte und unsere Geschäftseinheit Semiconductor Solutions als strategische Wachstumstreiber haben sich im Geschäftsjahr 2022 ebenfalls positiv entwickelt.»

Organisch steigerte Merck den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 um 6,4 Prozent. Positive Währungseffekte von 6,1 Prozent resultierten hauptsächlich aus der Kursentwicklung des US-Dollar und des Chinesischen Renminbi. Die Akquisition des biopharmazeutischen Auftragsentwicklers und -herstellers Exelead, Inc. (USA) trug 0,4 Prozent zum Umsatzwachstum bei. Das Ebitda pre stieg organisch um 6,1 Prozent bei einem positiven Wechselkurseffekt von 6,4 Prozent und einem leicht negativen Portfolioeffekt von -0,3 Prozent.

Investitionen an Life-Science-Standorten

Im Geschäftsjahr 2022 setzte Merck den Ausbau seiner Kapazitäten weltweit fort, diversifiziert und regionalisiert damit auch seine Produktion und Lieferketten. Unter anderem kündigte Merck Investitionen an den Life-Science-Standorten in Cork, Irland, Rockville, USA, Molsheim, Frankreich, sowie in in Wuxi, China, an. Der Unternehmensbereich Healthcare legte die Grundsteine für das «Translational Science Center» sowie das «Launch & Technology Center» in Darmstadt. Im Februar 2023 feierte der Unternehmensbereich Electronics den Spatenstich für einen integrierten Fertigungsstandort für Spezialgase und Halbleitermaterialien in Kaohsiung, Taiwan. Darüber hinaus schloss Merck die Akquisition des Chemiegeschäfts von Mecaro Co. Ltd. ab, einem in Korea ansässigen Zulieferer für die Halbleiterindustrie.

Im Unternehmensbereich Healthcare präsentierte Merck im Geschäftsjahr 2022 überzeugende Daten aus Phase-II-Studien für die Pipeline-Medikamente Xevinapant (Kopf- und Halskrebs) sowie Evobrutinib (Multiple Sklerose). Zudem kündigte das Unternehmen Einlizenzierungen im Bereich Onkologie von Nerviano Medical Sciences S.r.l. sowie eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten mit Mersana Therapeutics, Inc., an.

Weiteres Umsatzwachstum erwartet

Insgesamt erwartet Merck ein herausforderndes 2023. Der sich abschwächende Markt für Halbleiter, der weitere Rückgang der Covid-19-bedingten Nachfrage sowie die anhaltend hohe Inflation werden dazu beitragen. Dennoch bestätigt das Unternehmen sein mittelfristiges finanzielles Ziel von 25 Mrd. Euro Umsatz bis 2025.

www.merckgroup.com

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