LAUDA konnte sich erfolgreich als Systemlieferant für ein wegweisendes pharmazeutisches Produktionszentrum positionieren und dabei einen Grossauftrag über 38 Temperieranlagen für sich gewinnen. Das Projekt unterstreicht die führende Position von LAUDA bei komplexen Aufgaben in anspruchsvollen pharmazeutischen Produktionsumgebungen und demonstriert eindrucksvoll die technologische Kompetenz des Unternehmens in diesem zukunftsorientierten Marktsegment.
Projektanforderungen und technische Herausforderungen
Das neue Produktionszentrum für pharmazeutische Wirkstoffe stellte aussergewöhnlich hohe Anforderungen an die Temperiertechnik. In den hochmodernen Anlagen sollen in wenigen Jahren verschiedene Wirkstoffe und Zwischenprodukte produziert werden, die schnelle und zuverlässige Diagnosen in kritischen medizinischen Bereichen wie Neurologie, Onkologie und Stoffwechselerkrankungen ermöglichen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts liegt im dreistelligen Millionenbereich und unterstreicht damit die strategische Bedeutung dieses Vorhabens für die pharmazeutische Industrie.
Die besonderen Herausforderungen dieses Projekts lagen nicht nur in den hohen Sicherheitsanforderungen für pharmazeutische Produktionsumgebungen, sondern auch in den komplexen örtlichen Gegebenheiten. Der verfügbare Platzbedarf erforderte eine besonders kompakte Anlagenkonzeption mit minimaler Stellfläche, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen. Gleichzeitig musste die Anlage von allen Seiten zugänglich konzipiert werden, um eine einfache Wartung und Instandhaltung zu gewährleisten. Eine weitere zentrale Anforderung bestand darin, dass jede Anlagenkomponente jederzeit austauschbar sein musste, um Produktionsausfälle zu minimieren und Verfügbarkeit sicherzustellen.
Die modulare Lösung von LAUDA
LAUDA entwickelte für diese anspruchsvolle Aufgabenstellung ein massgeschneidertes Temperiersystem, das die spezifischen Vorgaben des Biotechnologie-Produktionszentrums erfüllt. Das Herzstück der Anlage bilden zwei leistungsstarke Kälteerzeugermodule vom Typ SUK 600 WN sowie zwei Warmwasser- und Eiswassermodule der TR 600-Serie, welche die komplette Energieversorgung im Gebäude sicherstellen. Ein ausgefeiltes Lastmanagement der drei Temperierkreisläufe sowie die genau abgestimmte Nutzung und Einbindung der vorhandenen Primärenergien machen eine hohe Energieeffizienz möglich.
Besonders hervorzuheben ist die Implementierung von 23 Übergabestationen des Typs ITH 250 HTEX, die eine flexible und bedarfsgerechte Temperaturverteilung in der gesamten Produktionsanlage gewährleisten. Acht speziell konfigurierte Mischstationen TR 250 HeHiKiTiEX sorgen für die exakte Einstellung verschiedener Temperaturniveaus entsprechend den spezifischen Anforderungen der einzelnen Produktionsprozesse. Für besonders kritische Anwendungen wurde zusätzlich ein Tiefstkälteerzeuger SUK 150 WNII integriert, der auch extreme Temperaturbereiche zuverlässig abdeckt.
Alle Komponenten wurden nach strengen Industriestandards des Kunden realisiert, um den regulatorischen Vorgaben in vollem Umfang zu entsprechen. Das umfassende Know-how von LAUDA in Sicherheitsfragen rund um die Automatisierungstechnik, die langjährige Erfahrung des Projektteams und die absolute Zuverlässigkeit kommen dabei besonders zum Tragen und wurden bereits von allen Projektbeteiligten als entscheidende Erfolgsfaktoren gewürdigt. Die komplette Automatisierung erfolgte beispielsweise mit Sicherheitssteuerungen, welche eine besonders hohe Verfügbarkeit des Temperiersystems gewährleisten.
Dieses Grossprojekt markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von LAUDA und unterstreicht die erfolgreiche Positionierung im Pharma- und Biotechnologie-Sektor. Die angestrebte Realisierung bestätigt nicht nur die technologischen Finessen bei komplexen Temperieraufgaben, sondern demonstriert auch die Skalierungsfähigkeit für Grossprojekte dieser Dimension.
Lauda Dr. R. Wobser GmbH & CO. KG
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