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Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Mit Höchstwerten ins Jubiläumsjahr

240,5 Millionen Euro investierte Endress+Hauser in neue Gebäude und Anlagen. (Bild: Endress+Hauser)

Endress+Hauser ist 2022 weltweit stark gewachsen. Trotz angespannter Beschaffungs- und Logistikketten hat der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik 2,9 Millionen Messgeräte ausgeliefert – das sind so viele wie noch nie.

Der Nettoumsatz stieg 2022 um 16,4 Prozent auf 3,351 Milliarden Euro, das organische Wachstum betrug 11,6 Prozent (ohne Währungseinflüsse). Mit Ausnahme von Afrika trugen alle Branchen und Regionen zum Wachstum bei.

Die Prozessmesstechnik von Endress+Hauser und das Sensorgeschäft der Gruppenfirma Innovative Sensor Technology IST entwickelten sich kräftig. Nach Ende der Pandemie ging die Nachfrage nach Laborinstrumentierung von Analytik Jena etwas zurück. Dass dieses Erfolgsergebnis nach einem äusserst schwierigen Jahr kommt, hat auch damit zu tun, dass das Unternehmen über Jahre ein leistungsfähiges Produktions- und Logistiknetzwerk aufgebaut hat.

Neue Gebäude und Anlagen

Mit mit 242,4 Millionen Euro wandte das Familienunternehmen 7,2 Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung auf. 235 Erstanmeldungen erfolgten 2022 bei Patentämtern in aller Welt. 240,5 Millionen Euro wurden in neue Gebäude und Anlagen investiert. Insgesamt flossen in den letzten fünf Jahren über eine Milliarde Euro in Infrastruktur.

Ausserdem stehen derzeit Vorhaben im Umfang von 500 Millionen Euro in der Umsetzung. Die grössten Projekte betreffen die Standorte Maulburg (Deutschland), Suzhou (China), Jena (Deutschland) und Greenwood (USA). Trotz der Schliessung des russischen Vertriebs mit 170 Arbeitsplätzen zählte die Firmengruppe zum Jahresende weltweit mit 15 817 Mitarbeitenden ein Plus von 700 Stellen.

Zuversicht zum 70. Geburtstag

Während Höchstwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Beschäftigung verzeichnet wurden, sank der Gewinn wegen eines negativen Finanzergebnisses aufgrund gestiegener Kosten für die Währungsabsicherung und hohen Verlusten aus Finanzanlagen. Finanziell steht das Unternehmen aber solid da: 2022 erreichte die Eigenkapitalquote 80,2 Prozent – die Gruppe ist praktisch schuldenfrei.

Endress+Hauser startete mit einem hohen Bestand an Bestellungen ins neue Jahr, erwartet aber in der zweiten Jahreshälfte eine Abschwächung. Für 2023, in dem das Familienunternehmen seinen 70. Geburtstag feiert, wird immer noch mit einem zweistelligen Wachstum gerechnet.

www.ch.endress.com

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