Einmal mehr trotzt die hiesige Chemie- und Pharmaindustrie der Krisenstimmung. Das Exportvolumen nahm 2022 wieder zu.
Die Schweizer Chemie und Pharma machten 2022 rund 48 Prozent aller Schweizer Exporte aus. Damit erwiesen sich die Industrien als «zentraler Pfeiler» der Schweizer Aussen- und Volkswirtschaft, schreibt der Verband Scienceindustries in einer Mitteilung. Sie trügen massgeblich zum «Wohlstand des Landes» bei. Mit einem Exportvolumen von 134,5 Milliarden Franken erzielten die Industrien im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung von 2,8 Prozent. 2021 lag der Wert nämlich noch bei 130,9 Milliarden Franken
Wichtigste Handelspartner: EU und Nordamerika
Laut dem Verband sind sowohl die EU als auch Nordamerika massgeblich für die Entwicklung verantwortlich. Denn es sind die beiden wichtigsten Exportdestinationen. Die EU macht 48 Prozent aller Chemie- und Pharma-Exporte aus, die USA rund 25 Prozent.
Importseitig komme mit 71,2 Prozent der «Löwenanteil» der eingeführten chemischpharmazeutischen Produkte aus der EU.
Der europäische Binnenmarkt sei damit nicht nur wichtigster Exportmarkt, sondern auch wichtigster Zulieferermarkt von Rohstoffen, Halbfabrikaten und Fertigprodukten.
Vor diesem Hintergrund seien geregelte Beziehungen und der gesicherte Zugang zum europäischen Binnenmarkt für die Industrien «überlebenswichtig». Einer «Erosion» der bilateralen Verträge sei «so rasch als möglich» entgegenzuwirken, schreibt Scienceindustries.
Quelle: Medienmitteilung Scienceindustries