Die Schweizer Pharmaindustrie ist in der Forschung und Entwicklung (F+E) an der Spitze und die Biotechnologie ist weiterhin auf dem Vormarsch. Immer grössere finanzielle Aufwendungen fallen diesen Bereichen zu.
Die Pharmaindustrie macht ganze 37 Prozent der gesamten F+E-Investitionen aus, die 2021 in der Schweiz ausgegeben wurden. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einen Communiqué mit. Das sind rund 6,2 Milliarden Franken. Im Bereich der Biotechnologie sind es 5,9 Milliarden.
Ausgerechnet hat dies das BFS zusammen mit der Economiesuisse. Sie wollten wissen, wie viel Geld in Forschung und Entwicklung für das Jahr 2021 in der Schweiz insgesamt investiert wurde.
Beteiligung an Grundlagenforschung nahm rasant ab
Gegenüber der letzten Erhebung nahmen die Gesamtinvestitionen in F+E um 4 Prozent zu. Doch von diesem finanziellen Zustupf konnte die Grundlagenforschung nicht profitieren – ganz im Gegenteil: In die Grundlagenforschung wurde 2021 vergleichsweise wenig investiert (8 %). 2015 machten die Aufwendungen noch rund einen Viertel aus. Hierzu schreibt das BFS, dass dieser «abrupte Rückgang» hauptsächlich auf einen Wechsel der in den Pharmaunternehmen durchgeführten «Forschungsart» zurückzuführen sei. Im Lebenszyklus von Forschungsaktivitäten sei es üblich, dass die Arbeiten in der Grundlagenforschung zu einem gegebenen Zeitpunkt in die angewandte Forschung übergehen würden, wobei das Ausmass der Veränderung innert so kurzer Zeit dennoch «bemerkenswert» sei.
Medienmitteilung BFS/ Roger Bieri