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Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Das war die Ilmac Lausanne 2022

Die Ilmac Lausanne fand nun zum vierten Mal statt. (Bild: Ilmac Lausanne/ MCH Group)

Ende September öffnete die Fachmesse für Life Sciences auf dem Messeplatz Beaulieu Lausanne ihre Tore. Rund 2000 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Mit 160 Ausstellern war die Messehalle komplett ausgebucht. Die ChemieXtra war als Hauptmedienpartnerin vor Ort und sammelte einige Eindrücke und Wissenswertes aus der Fachwelt.

Es tut sich etwas in der Messebranche. Das Interesse an der Ilmac Lausanne hat rasant zugenommen. Von den 160 ausstellenden Unternehmen waren dieses Jahr 37 zum allerersten Mal an der Fachmesse vertreten. Dazu gehören Traditionsfirmen wie Mettler Toledo oder Bruker, aber auch Jungunternehmen wie die Suchplattform für Laborbedarf Labfinder oder das Westschweizer Start-up Wava, das Firmen bei Fragen zur Nutzung der Kreislaufwirtschaft für ihre Nebenprodukte berät. Die Halle 7 im Beaulieu in Lausanne war komplett ausgebucht.

Die Teilnehmerzahl ist markant gestiegen

Dieses Jahr wirkte die Branchenplattform wie ein Magnet: Die Messe zählte 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das sind rund 500 Personen mehr als noch vor Corona (2018). «Der Arc Lémanique ist wirtschaftlich eine Erfolgsregion, das zeigt der boomende Markt in der Life-Science-Branche deutlich. Eine tolle Ausgangslage und mitunter sicher ein Grund, weshalb die diesjährige Ilmac ausgebucht war», wird die neue Direktorin der Fachmesse Céline Futterknecht im Schlussbericht zitiert.

Für sie war die Ilmac Lausanne 2022 die erste Messe, die sie je durchgeführt hat. Bereits vor der Messe im Interview mit der ChemieXtra, machte sie deutlich, dass sie die Ilmac Lausanne noch stärker regional aber auch in der Branche vernetzen möchte. Am Dienstagabend trafen sich die Besucher, Aussteller, die Organisatoren der Messe sowie Persönlichkeiten aus der Region zu einem reichhaltigen Apéro, dem «Networking-Apéro». Eine zusätzliche Gelegenheit, um sich wieder persönlich zu treffen und sich in angenehmer Atmosphäre auszutauschen. «Ich habe es sehr schön gefunden, dass die Verbände Swiss Chemical Society (SCS) und BioAlps so gut mit uns zusammengearbeitet haben. Am Networking-Apéro konnte man sehen, dass wir ein Team sind, das dank der Messe gewachsen ist», freute sich Futterknecht.

Das im Hintergrund agierende Ilmac-Team von links nach rechts: Céline Futterknecht, Brand Director; Anne Klipfel, Marketing und Communication Manager; Carmen Maior, Sales Manager und Sandy Mauch, Project Manager. (Bilder: Roger Bieri und Jörg Signer)

Das Forum und der «Speaking Corner»

Neben der eigentlichen Ausstellung fanden im hinteren Hallenbereich interessante Fachvorträge statt. Das Forum organisierten die Swiss Chemical Society (SCS) und BioAlps, der Verband der Westschweizer Life-Science-Branche. Schwerpunktthema war die Nachhaltigkeit. Wie können nachhaltige Lösungen ins Labor, in die Produktion und allgemein in die Life Sciences getragen werden?

Timothy Noël, Professor von der Universität von Amsterdam, beantwortet die Fragen aus dem Publikum. Vor dem Ilmac-Forum hat er einen Vortrag über die Entwicklung neuartiger photokatalytischer Reaktionen in der Flow Chemistry gehalten.

Mitten im Messegetümmel  hatten Start-ups und ausstellende Firmen die Möglichkeit, mit Kurzvorträgen spannende Projekte und Dienstleistungen vorzustellen. Der überschaubare «Speaking Corner» mit den einfachen Sitzwüfeln lud zum spontanen Zuhören ein.

Der «Speaking Corner»: Maximal eine halbe Stunde hatten die Referentinnen und Referenten Zeit. Länger dauerten die Vorträge nicht.
Max Wassmer von der VTU Engineering Schweiz AG zeigte in seinem Vortrag «Transformation to Sustainability» wie VTU vorgeht, um Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Dabei berät VTU die Firmen bereits bei der Planung neuer Prozesse und Anlagen und optimiert nur, soweit es wirtschaftlich möglich ist. Für die Bewertung der Nachhaltigkeit verwendet VTU definierte Kennzahlen.

Grosszügig und gastfreundlich

In der Messehalle gab es genügend Sitzplätze, um auch ausserhalb der Stände neue Kontakte zu knüpfen. Das Mittagessen war für alle kostenlos (inklusive ein Glas Rot- oder Weisswein). Auch Kaffee und Wasser stellte die Veranstalterin umsonst zur Verfügung. Es wurden also keine Kosten gescheut, um das Messeerlebnis so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die kommende Ilmac findet vom 26. bis 28. September 2023 in Basel statt. Die nächste Ilmac Lausanne öffnet dann erst am 25. und 26. September 2024 wieder ihre Tore.

Impressionen

Ein edler Tropfen aus dem Kanton Waadt.
David Spichiger, Executive Director der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG) hält eine kurze Ansprache während des Networking-Apéros.
Ausgelassene Stimmung beim Kontakteknüpfen. Aussteller, Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Politik nahmen am Apéro teil.
Das Mittagessen war für alle kostenlos, ein Glas Rot- oder Weisswein inklusive.
Zu den warmen Malzeiten gab es immer auch ein reichhaltiges Salatbuffet.
Das offerierte Mittagessen war gewohnt reichhaltig: Salate, Desserts, vegetarische Kost, Fleisch, Rotwein, Weisswein und Süssgetränke.
Rund 2000 Fachpersonen nahmen an der Ilmac Lausanne 2022 teil.
Das sympatische Team hinter der Garderobe.
Grosszügige Platzverhältnisse: Verköstigen konnten sich die Besucher und Ausstellerinnen im hinteren Teil der Messehalle.
Das Networking-Apéro wurde mit Livemusik begleitet.
Für jeden Dessertgeschmack etwas dabei.

Der Stand von Hach.
Ein Mitarbeiter der Weiss Technik erklärt einem interessierten Besucher die Besonderheiten des Containment-Isolators.
Laut der Messeveranstalterin nahmen 160 Aussteller an der diesjährigen Ilmac Lausanne teil. Die Messehalle 7 war somit komplett belegt.
Das HPTLC-System von Cammag verarbeitet alle chromatographischen Prozessschritte mehrerer Platten ganz autonom.
Die Elementar France gehört zur deutschen Elementar-Gruppe mit Hauptsitz in der Kleinstadt Langenselbold in der Nähe von Frankfurt am Main. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt beispielsweise Instrumente für die Elementaranalyse.
Ein Roboter der JAG Jakob AG transportiert Laborracks selbständig von A nach B.
Wer gewinnt? Ein Glücksrad am Stand von Huberlab.
Advion Interchim Scientific verfügt über Expertise in der Chromatographie, Aufreinigung und Flash- und Prep-LC-Instrumentierung.
Das Zürcher Unternehmen Indupart ist auf Kabelverschraubungen, Kabelkanäle, Gitterkanäle und Kabelschutzsysteme spezialisiert. 
Auch der Laborausstatter für die Life-Science-Branche PerkinElmer war dieses Jahr auf der Ilmac Lausanne anzutreffen.
Für Socorex liegt die Fachmesse praktisch vor der Haustür. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Gemeinde Ecublens, rund 15 Fahrminuten von der Messe entfernt.
Bruker war zum ersten Mal als Aussteller an der Ilmac Lausanne anzutreffen.
Bequeme Sitzgelegenheiten und Gratis-Kaffee am Pressecorner.
Die ChemieXtra ist Hauptmedienpartnerin der Ilmac Lausanne.
Das einäugige Maskottchen von Huberlab.
Achtung Schaumbildung. Dieser Rotationsverdampfer der Büchi Labortechnik AG verfügt über einen Schaumdetektor (schwarzer Stift im Glaskolben).
Das mittelständische Unternehmen Aseptconn war unter anderen mit Chloé Henner, Julien Carrel und Patricia Zorzenon vor Ort.
Martin Lüthi und Michael Misteli von der Almatechnik TDF.
Die ChemieXtra offerierte Glace aus der Region. Die «Labo Gelateria» aus Lausanne hat die süssen Versuchungen selbst hergestellt und die Besucherinnen sowie Aussteller während beider Messetage bedient.
Substanzen aus dem Labor in Weckgläsern abgefüllt.
Sandra Bickel-Gräubig und Thomas Bickel von der Rototec AG waren mit ihrem Unternehmen zum ersten Mal an der Ilmac Lausanne.
Während der Coroanapandemie fuhr Metrohm mit diesem Fahrzeug zu den Kunden und zeigte ihnen einen Sample-Roboter, der vollautomatisch mehrere Synthesen im Labormassstab nacheinander durchführt. Die Edukte befinden sich auf einer Plattform und der Roboter pumpt diese in einen Glasreaktor, wo die Reaktion mit entsprechenden Parametern abläuft. Das System funktioniert nach dem Omnis-Prinzip, ein Konzept von Metrohm, das mit erweiterbaren Plattformen und anderen Modulen arbeitet.
Ein NMR-Spektrometer im Kleinformat von Magritek. Mit dem hier ausgestellten 80-MHz-Analysegerät kann beispielsweise der Reaktionsverlauf on-line nachverfolgt werden, denn das Gerät passt ohne weiteres in eine Kapelle.
Typisch Westschweiz: Ein Mikroskop vergrössert das Innenleben einer Arbanduhr.

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