Offizielles Organ des Schweizerischen
Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Das war die Ilmac Lausanne

Der «Networking Lunch» – in Lausanne ausgiebiger als die klassischen Häppchen an Hochtischen. (Bilder: MCH Exhibitions & Events)

Gemäss Messeleitung verzeichnete die Ilmac Lausanne, welche gegen Ende September stattgefunden hat, 3952 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben den Ständen der 213 Aussteller standen über 70 Fachvorträge auf dem Programm. Dabei ging es über Themen wie Automatisierung, KI, Prozessanalytik und Biotechnologien.

Die Ilmac bietet eine Plattform, auf der alle Branchenteilnehmer effizient zusammenfinden: Aussteller, Referenten, Besucher und Nachwuchs. In Lausanne kamen so Vertreter von Technologiefirmen, der Wissenschaft und Industrie zusammen, um sich auszutauschen über Kooperationen, Projekte und Geschäftsmöglichkeiten.

Neben dem Austausch in den Ausstellungshallen schufen der «Networking Lunch» und «Networking Apéro» zusätzliche Möglichkeiten, bestehende Beziehungen zu vertiefen und neue Partnerschaften anzustossen. Auch die Bedeutung der Branche für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Westschweiz wurde an der Veranstaltung sichtbar. Staatsrätin Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe des Kantons Waadt, unterstrich beim Networking Apéro die Bedeutung der Life-Sciences-Industrie für die wirtschaftliche und technologische Entwicklung der Region.

«Seit über 30 Jahren ist Socorex ein treuer Aussteller an der Ilmac. Dort treffen wir nicht nur unsere Schweizer Vertriebspartner, sondern können uns auch mit Laborfachleuten aus vielen verschiedenen Branchen austauschen. Diese Vielfalt ist ein echter Pluspunkt der Ilmac, und wir haben uns darauf gefreut, auch dieses Jahr wieder in Lausanne mit unseren Flüssigkeitsdosier-Instrumenten dabei zu sein», so Yves Lachavanne, Marketing & Sales Support Manager, Socorex Isba SA.

Technologie und Daten verändern Labor und Produktion

Insgesamt machten 70 Vorträge, Pitches und Diskussionsformate auf verschiedenen Bühnen zentrale Transformationsfelder der Branche sichtbar. Am ersten Veranstaltungstag stand die Prozessanalytik (Process Analytical Technology: PAT) im Mittelpunkt: Diskutiert wurde, wie datenbasierte Prozessüberwachung, digitale Modelle und Automatisierung die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit in Produktionsprozessen verbessern können. Der zweite Tag widmete sich Biotech, Biotools und dem Schweizer Life-Sciences-Ökosystem. Gemeinsam mit Partnern wie der Swiss Chemical Society, BioAlps, dem Kanton Waadt, Innovaud und der Swiss Biotech Association wurde aufgezeigt, wie neue Technologien schneller aus Forschung und Entwicklung in konkrete Anwendungen überführt werden können. Internationale Referierende ergänzten die Schweizer Perspektive: Prof. Brian Freeland von der Dublin City University beleuchtete den Einsatz von Process Analytical Technologies, digitalen Zwillingen und datenbasierten Modellen für effizientere und nachhaltigere Bioprozesse. Die Beiträge verdeutlichten: Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche wird zunehmend davon abhängen, wie erfolgreich Daten, Automatisierung, Biotechnologie und industrielle Umsetzung miteinander verbunden werden.

Greifbare Zukunftstechnologien

Mit der erstmals in Lausanne realisierten «Future of Life Sciences-Area» wurde das Profil der Veranstaltung erweitert. Gemeinsam mit Siemens, HDI, Laborplaner Tonelli und weiteren Partnern wurden Entwicklungen aus Automatisierung, künstlicher Intelligenz, Laborplanung und industrieller Digitalisierung anhand konkreter Anwendungen und Zukunftsszenarien sichtbar gemacht.

Impression der Ilmac Lausanne 2026.

Am ersten Tag stand das Labor der Zukunft im Fokus: Diskutiert wurde, wie sich Labore zu stärker vernetzten, datengetriebenen und automatisierten Arbeitsumgebungen entwickeln. Der zweite Tag widmete sich «AI & Quantum Computing» und deren Einfluss auf Forschung, Produktion und Entscheidungsprozesse in den Life Sciences. Brett Staahl, Co-Founder und VP External Innovation bei Scribe Therapeutics (USA), zeigte auf, wie Gen-Editing-Technologien und künstliche Intelligenz die Therapieentwicklung verändern. Showcases, Fachbeiträge und Dialogformate machten deutlich, dass viele dieser Technologien bereits heute konkrete Anwendungen ermöglichen – gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Kompetenzen, Infrastruktur, Regulierung und Zusammenarbeit.

Weitere Formate und Terminblocker

In der «Startup-Area» präsentierten junge Unternehmen ihre Technologien und Geschäftsmodelle im direkten Austausch mit Industrie, Forschung und potenziellen Investoren. Auch das erstmals in Lausanne durchgeführte Format «Women in Life Sciences» setzte einen neuen Akzent. Der «Speakers Corner» ergänzte das Programm mit Fachbeiträgen zu Produktinnovationen, konkreten Anwendungen und aktuellen Branchenthemen.

Die nächste Ilmac findet vom 21. bis am 23. September 2027 in der Messe Basel statt. In Lausanne wird sie am 20. und 21. September 2028 auch wieder in der Expo Beaulieu Lausanne ihre Tore öffnen. Bleibt zu hoffen, dass die Daten nicht verschoben werden.

www.ilmac.ch

Das könnte Sie auch interessieren:

Newsletter abonnieren